Zug der Erinnerung im Bistum Aachen
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Der Zug der Erinnerung wird am Mittwoch und Donnerstag, 30. und 31. März 2011,in der Stolberger Altstadt auf dem Gleis an der Brauereistraße Station machen.

Rund 30.000 Besucher beim Zug der Erinnerung im Bistum Aachen

Freitag Abend hat der Zug der Erinnerung das Bistum Aachen wieder verlassen.

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„Zug der Erinnerungen“ macht Station im Bistum Aachen

Bistum Aachen schließt Partnerschaftsvertrag

Einen Partnerschaftsvertrag zwischen dem Bistum Aachen und dem „Zug der Erinnerungen“ unterzeichneten Pfr. Rolf-Peter Cremer, Hauptabteilungsleiter Pastoral/Schule/Bildung im Bischöflichen Generalvikariat, und Hans-Rüdiger Minow, Vorsitzender des Vereins „Zug der Erinnerungen“, im Generalvikariat.

Der „Zug der Erinnerungen“ startete im November 2007 zum ersten Mal und beherbergt eine Ausstellung über die Deportation von Kindern und Jugendlichen im Dritten Reich und die Täter aus den Reihen von Polizei, SS und Reichsbahn. Dabei handelt es sich nicht nur um eine feste Ausstellung, sondern die Schüler an den Stationsorten haben die Möglichkeit, auch eigene Forschungsergebnisse über deportierte Jugendliche ihrer Stadt auszustellen.

Hans-Rüdiger Minow freut sich, dass zum zweiten Mal nach dem Bischöflichen Offizialat in Münster ein kirchlicher Partner gewonnen werden konnte. „Es erleichtert die Arbeit, wenn wir einen Partner haben, der so verankert ist wie die Kirche“, sagte er. Der Zug der Erinnerungen sei eine Bürgerinitiative mit Menschen unterschiedlichster politischer Ausrichtung, die einzig der Erinnerung verpflichtet seien. Pfarrer Cremer betonte, dass Jugendliche Auseinandersetzung bräuchten, um Zugang zu einem so komplexen Thema zu bekommen. Kritik übten Minow und der Mönchengladbacher Regionaldekan Ulrich Clancett an der Politik der Bahn. Für jeden einzelnen Kilometer, den sich der Zug auf der Schiene bewegt, fallen 4-5 Euro an. Dazu kommen noch Standkosten, Betriebskosten, Miete für Lok und Wagen und pädagogische Zugbegleiter.

In Aachen macht der Zug zum zweiten Mal Station. Zum ersten Mal stand er im März 2008 auf dem Aachener Bahnhof. Bischof Heinrich Mussinghoff begrüßt das Engagement des Vereins. In einem Grußwort schreibt er: „Die Ausstellungs-Waggons sind inzwischen Teil einer Erinnerungskultur und wenden sich ausdrucksstark gegen Antisemitismus, Fremdenhass und gefährlichen Nationalismus“. Für katholische Christen gelte, dass sie auch angesichts der schwierigen Geschichte der christlich-jüdischen Beziehungen bleibend vor der Aufgabe stehen, die dunklen Zeiten aufzuarbeiten.

Der Zug startet am Donnerstag nach Aschermittwoch, das ist der 10. März, in Mönchengladbach und verbleibt dort bis zum 12. März. Weitere Stationen sind Viersen (13.-15.3.), Grevenbroich (16.-17.3.), Neuss (18.-19.3.), Krefeld (20.-22.3.), Heinsberg (23.-24.3.), Geilenkirchen (25.-26. oder 27.3.), Herzogenrath (27. oder 28.3.-29.3.), Stolberg (30.-31.3.), Düren (1.-2. oder 3.4.), Aachen (2.oder 3.4.-6.4.), Schleiden (7.4.) und Hellenthal (8.4.). (iba/Na 7)


Von Monika Herkens

Veröffentlicht am 16.02.2011

 
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