Zug der Erinnerung im Bistum Aachen
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Der Zug der Erinnerung wird am Mittwoch und Donnerstag, 30. und 31. März 2011,in der Stolberger Altstadt auf dem Gleis an der Brauereistraße Station machen.

Rund 30.000 Besucher beim Zug der Erinnerung im Bistum Aachen

Freitag Abend hat der Zug der Erinnerung das Bistum Aachen wieder verlassen.

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Der Zug der Erinnerung hält am 30./31. März in der Stolberger Altstadt

Sie hießen Dschuro und Mariza, aber auch Hannelore und Horst, Regina, Toni oder Petra.

Sie wohnten in Stolberg in der Steinfurt, im Steinweg und in Gressenich. Sie hatten ihr Leben gerade erst begonnen, doch die todbringende Ideologie der Welt, in die sie hineingeboren wurden, machte selbst vor ihnen nicht Halt.

Dass wir heute überhaupt von ihrem Schicksal wissen, ist unter anderem der unermüdlichen Recherchearbeit von Karen Lange-Rehberg und Friedrich Gruschei zu verdanken.

Hunderttausende unschuldige Kinder und Jugendliche sind während der Schreckensdiktatur des Dritten Reichs verschleppt und in Konzentrationslagern ermordet worden. Derartige Verbrechen an der Menschlichkeit, bei denen sich ein ganzes Volk schuldig macht, dürfen sich nicht wiederholen.

Das Stolberger Bündnis gegen Radikalismus ist daher dankbar, dass es mit Hilfe des Bistums, des Büros der Regionaldekane und des Katholikenrats sowie diverser Sponsoren, darunter die Euregio Verkehrsschienennetz GmbH (EVS), gelungen ist, ein rollendes Mahnmal, den Zug der Erinnerung, nach Stolberg zu holen.

Wie dem Betreiberverein des Zuges ist es auch dem Stolberger Bündnis gegen Radikalismus ein Anliegen, neben dem mahnenden Gedenken an die Opfer auch zu offenbaren, dass die Vernichtung von Millionen von Menschen erst ermöglicht wurde durch ein nahtlos ineinander greifendes administratives System, das die Todeszüge reibungslos ins Rollen brachte.

Die Stadt Stolberg hat sich in diesem Zusammenhang in Schreiben an Verkehrsminister Ramsauer, Außenminister Westerwelle und nachrichtlich an Bahnchef Grube gewandt, um gegen die horrenden Gebühren zu protestieren, die die Deutsche Bahn AG, Rechtsnachfolgerin der Deutschen Reichsbahn, dem Verein "Zug der Erinnerung" für die Nutzung der Schienen immer noch berechnet.

Vor allem jungen Menschen wollen wir die Verantwortung aus der Vergangenheit vermitteln. Deswegen laden wir jeden Interessierten, besonders aber Schulklassen und Jugendgruppen, zum Besuch des Zugs der Erinnerung am 30. und 31. März auf dem Gleis an der Brauereistraße in der Stolberger Altstadt ein.

Beatrix Oprée, Dr. Anne Keimes und Peter Bongard im Namen des Stolberger Bündnisses gegen Radikalismus


Von Monika Herkens

Veröffentlicht am 03.02.2011

 
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